Worldovershootday

und alle verhalten sich gleich wie immer…

Gestern (29.07.2019) wurde der breiten Masse bekanntgeggeben, dass der Worldovershootday ist. Im Klartext heisst dies, dass die Menschheit bereits alle nachwachsenden Ressourcen, die ihr von der Erde in einem Jahr zur Verfügung stehen, aufgebraucht hat.

Was mich persönlich extrem nervt, dass die meisten diese Information zur Kenntnis nehmen und dann am besten noch schnell etwas auf Zalando bestellen. Dies ist natürlich nur ein Beispiel, allerdings kommt es mir so vor. Es kotzt mich extrem an. Es wird nichts unternommen, weder von einzelnen Personen, noch von der Gesetzeslage her. Es gibt so viele Möglichkeiten etwas zu ändern und alle fühlen sich persönlich angegriffen.

Möglichkeiten selbst etwas zu tun…

gibt es zu Hauf. Hier eine kurze Liste, die vermutlich nicht abschliessend ist:

    • Nachhaltige Ernährung – Fleisch ist sehr inefizient in der Herstellung. Vielen ist gar nicht bewusst, dass Futter/Stroh oder andere Ressourcen importiert werden (ja auch in der Schweiz) Quelle: https://www.bauernzeitung.ch/artikel/import-von-soja-als-futtermittel Ganz zu schweigen vom ethischen Gedanken. Pflanzlich ist in dem Fall (auch importiert) besser als Fleisch. Quelle: https://www.wwf.ch/de/unsere-ziele/fleisch-und-milchprodukte
    • Konsum einschränken – Die Menschen (vorallem die 1. Weltländer) konsumieren zu viel. d.h. es braucht nicht jeden Monat neue Kleidung, nicht alle 2 Jahre ein neus Auto (weil der Leasingvertrag ausläuft) und es braucht auch nicht alle 2 Jahre ein neus Smartphone weil halt gerade der Vertrag erneuert werden kann. Schuhe braucht es vielleicht für jede Witterung oder aktivität ein paar (wobei einige subtitionell genutz werdenn können). Denn getragen können maximal 1 Paar. Fraglich in der Schweiz ist auch der Konsum von Wasser in PET Flaschen, da wir (noch) so gutes Wasser haben, dass es problemlos selbst abgefüllt werden kann. Eine Aluflasche und es wird niemehr PET benötigt. Das Wasser braucht auch nicht von Fiji hierher transportiert zu werden.
    • Energieverbraucher – Untersuche zu Hause oder auch im Büro deine Energieverbraucher. Am besten ersetzt du alle alten Lampen durch Energiesparlampen aus. Dies kann ein Unterschied von bis zum Faktor 10 zum Teil auch höher ausmachen. Alle Geräte die nicht benötigt werden, sind auszustecken. Ebenfalls Bewegungsmelder oder die Smart-LED sind nicht förderlich für den Energieverbrauch, da diese dauernd mit WLAN in Verbindung stehen oder Bewegungsmelder aktiv halten. Besser ist es den Schalter zu verwenden (wenn du nicht zu faul dafür bist). Kühlschrank, Kochherd und Backofen sind grosse Verbraucher.
    • Finanzen – Wo sind deine Finanzen angelegt. Ob Säule 3a oder irgendwelche Sparprodukte mit Fonds und Aktien. Diese Produkte unterstützen unter umstände die nicht ethische und Klimaschädliche Produkte. Setzt euch mit euerer Bank oder Finanzberater zusammen und schau das du nicht unbedingt in Glencore, Nestlé, BritishPetrolium oder ähnliches Investiert wurde. Auch keine Tochtergesellschaften jener aufgezählten Firmen. (Ist nur eine sehr kleine Aufzählung, die mir gerade in den Sinn kamen.)
    • Plug’n’Play Solaranlage – Es gibt sogenannte Plug’n’Play Solaranlagen die problemlos am Balkongeländer angehängt werden können. In der Schweiz sind diese vom ENSI erlaubt und können ohne grosse Installation per Steckdose angeschossen werden. Den ganzen Stromverbrauch deckt diese Panele nicht, aber es vermindert schon wieder den externe Verbrauch. So ein Gerät gibt es hier. Die Anbieter nennen ihren Lebensstil Helionauten (den ich gleich für mich auch übernommen habe) und nennen das Gerät ADE!Geranium. Es gibt auch die Möglichkeit beim örtlichen EW Solarstrom zu beziehen. Du wirst dann die vorhandenen bzw. diejenigen Solar-Kraftwerke, die noch gebaut werden unterstützen.
    • Flugreisen – Warum sind diese in der Schweiz nicht besteuert und der ÖV aber schon? Weitere Fragen sind: Was tust du in Thailand/Amerika/Afrika was du nicht auch von hierher machen kannst? Shopping? Auf der faulen Haut liegen? Das geht alles von hier aus und ist noch günstiger zu alledem.
    • Öffentlicher Verkehr – Wer mit Zug reist, egal ob zur Arbeit oder in die Ferien, reist klimafreundlicher. Grundsätzlich gilt, jeder Verbrauch eines Energieträgers, stösst CO2 in die Luft. Ja auch eine Photovoltaik Anlage muss schliesslich produziert werden und benötigt Rohstoffe. Der Vergleich zeigt den Verbrauch eines Autos in Bild 1 mit einer Person über 100km. Erst ab 3 Personen in diesem Auto ist der Ausstoss in etwa gleich, was im zweiten Bild gezeigt wird. Der Rechner habe ich übrigens von Quarks geklaut. Link Ebenfalls ist die Reise mit dem Öffentlichen Verkehr um einiges Günstiger sowie bequemer und man kann ein Buch lesen, was am Steuer eines Autos nicht zu empfehlen ist.
      Vergleich CO2 3.PersonenVergleich CO2 3.Personen

 

 

 

 

Für vieles davon bist du selbst verantwortlich und nur du kannst diese Tatsachen ändern.

Ablenkung

Leider ist es aber so, dass sich nur ein sehr kleiner Teil der Gesellschaft für diese Thematik empfänglich ist. Warum ist das so? Ich würde es gerne beantworten. Eine These von mir ist, das die Leute für komplexe Themen nicht interessiert sind. Der Klimawandel, Fairtrade wie auch sogar die Gendergerechtigkeit (meiner Meinung nach) hängen damit zusammen.

Da aber viele nur einen aspekt des grossen Ganzen sehen, finden sie keinen Grund etwas zu ändern. Viele schauen auf Youtube. Ablenkung durch irgendwelche Katzenfilme, Schminktipps oder Failcompilations. Es geht halt schneller, ist weniger kompliziert, sorgt für Unterhaltung und das beste dabei ist, es ist nicht deprimierend.(zumindest für den Betrachter der Failvideos n icht)

Viele fühlen sich regelrecht angegriffen und führen eine Diskussion gegen bewegungen, anstelle sie zu unterstützen. z.B. mit der „Es soll keine Steuergelder für Fleisch verwendet werden“-Kampagne von Swissveg: wer da mal in die Kommentarspalten blickte, schüttelt einfach nur den Kopf. Diese Leute beschäftigen sich so wenig mit diesem Thema, das sie gleich darüber befinden, dass es doch nur diese „Tierfreunde“ seien und blicken nicht weiter über den Tellerrand und diese „Veganer“ wollen ja nur das Fleisch verbieten. Ausserdem betrifft es halt ihr Essen. Das vegan und vegetarisch sehr viel vielfältiger sein kann als Fleisch wissen sie nicht. Es gibt ja nur Rüebli, Kartoffeln und Salat. (Ironie)

Wer etwas offen und neugierig ist, der kann doch mal was ausprobieren?!

Es gäbe noch sehr viel mehr zu berichten, doch im Moment reichts. Sonst krieg ich noch Depressionen.

Zu guter letzt noch eine Grafik von Watson, die gut aufzeigt, wann welches Land (nicht alle Länder) den Overshootday hat oder schon gehabt hat:

Die Grafik könnt ihr auf Watson genauer ansehen:

Watson Overshootday

https://www.watson.ch/schweiz/international/304764173-earth-overshoot-day-2019-der-erschoepfungstag-der-laender-der-welt

 

 

Ich wünsche euch eine gute Zeit, bis zum nächsten Mal.

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