Vernunft statt Ideologie

SVP Extrablatt – Vernunft statt Ideologie

Ein schöner Titel wie ich finde. Wäre da nicht der Teufel an die Wand gemalt. Genau das macht die SVP mit dem Klimateufel. Sie malen ihn an die Wand der Klimaaktivisten und beschuldigen diese, genau das zu tun, was die SVP macht. Wer das Blatt lesen möchte: hier kann es angeschaut werden. Ihr könnt selber überprüfen ob es Wiedersprüche beinhaltet oder nicht. Meiner Meinung nach jede Menge.

Klimawandel findet statt

schreibt die Partei in der Zeitung. Sie hat natürlich recht.

Leider zweifelt sie am Anthropogenen, also dem vom Menschengemachten Klimawandel. Ebenfalls wird eine Grafik gezeigt (Link), bei dem die Schweiz mit 40 Mio. Tonnen CO2 gezeigt wird. Daneben eine Rangliste mit den bösen CO2 ausstossern. Die kleine Schweiz ist also an 72. Stelle. Doch leider weiss ich aus der Republik.ch (Link), dass dieses Volumen bei weitem nicht ausreicht. Das Problem diesmal sind nicht die Statistiken der SVP sondern jene, welche die graue Emissionen nicht miteinberechnen. Somit steht ein Land, welches viele Produkte importiert, in der CO2 Thematik besser da, als jene die viele Produkte herstellen und auch exportieren.

Zitat aus der Republik:

Graue Emissionen

Schweizer konsumieren immer mehr importierte Produkte. Für die inländische Klimabilanz ist das vorteilhaft. In der Gesamtsicht weniger.

  • Aktueller Ausstoss: 69,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente.

  • Trend: steigend.

  • Fazit Klimapolitik: hilflos.

Die Schweiz darf sich rühmen. Im Schnitt stösst jede Einwohnerin nur knapp 6 Tonnen CO2 pro Jahr aus – weniger als in den meisten anderen Ländern.

Doch der Schein trügt. Weitet man den Blick über die Landesgrenzen hinaus auf die gesamte Lieferkette aus, so vergrössert sich der Treibhausgas-Fussabdruck um 8 Tonnen auf insgesamt 14 Tonnen CO2 pro Kopf.

Da diese Statistiken vermutlich aus eigenem Antrieb (also aus Staats-Sicht oder aus Firmensicht) erstellt werden, möchten Sie möglichst viele Äquivalente weglassen und jemand anderem zuschieben. Eigentlich ist aber der Verbraucher, diejenige, welche das Endprodukt konsumiert. Viele wissen das. Vermutlich auch die SVP. Das schlimme daran allerdings ist, dass diese Partei so, mithilfe von korrekten Statistiken (die Sie nicht einmal zu ihren Gunsten manipulieren muss), eine Wählerschaft anspricht, die glauben, der Menschengemachte Klimawandel sei nicht von Menschen gemacht. Wenn es aber um den Ausländer geht, dann ist er aber schon Schuld, das wir in der Schweiz so hohe Werte haben, als ob Ausländer keine Menschen wären. Sie wiedersprechen sich also im eigenen Artikel

Ich freue mich auf die Wahlen am 20. Oktober 2019, denn langsam aber sicher glaube ich, dass auch die „Völker“ nicht mehr an Rasissmus festhalten. Denn der Bauer merkt sehr wohl ungewöhnliche Wetterbedinungen von langen Perioden der Hitze oder des Regens.

Kurz touchieren möchte ich noch das…

Interview mit Roger Köppel

Und zwar macht mich ganz speziell eine Aussage wütend. Die wird nicht nur von Roger Köppel sondern von vielen Medienschaffenden so dargestellt.

Er sagt, in Frankreich brenne es (Gilses Jeunes), weil Macron die Spritpreise erhöht hat. Dies ist meiner Meinung nach falsch. Die Spritpreise mögen das Fass zum überlaufen bringen, doch das eigentlich schlimme, aus sicht dieser Bewegung ist ein Jahr vorher passiert. Link Macron streicht die Vermögenssteuern. Nun ist völlig klar. Die Reichen, welche ein Vermögen haben, profitieren davon. Die untere Schickt, die vermutlich nie ein Steuerbares vermögent hatte bzw. hat, darf nun höhere Benzinpreise bezahlen?! Überleg dir das mal. Evtl. wurdest du geteuscht.

Vielleicht fällt euch ja noch mehr ein. Ich könnte vermutlich noch weiterschreiben, doch mein Zug fährt bald. Sonst wird es für meinen nächsten Termin zu knapp.

Auf jedenfall kämpfe ich zusammen mit den Frauen (ich bin männlich) für eine Klimagerechtigkeit die nur geht, wenn es auch eine Gendergerechtigkeit gibt.

Peace & Out

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