Zum Frauenstreik

Frauensolidarität

Zuerst einmal will ich all jenen danken, die am Frauenstreik und an der Demo mitmachten respektive mitmarschierten, besonders jenen, die normalerweise in einer (über-) angepassten Form ihr Dasein frönen. Dann will ich den Männer meine Hochachtung aussprechen, die sich für dieses Thema einsetzen. Zuletzt will ich einfach nur meine volle Zustimmung signalisieren. Zur überangepassten Form ihres Daseins ein Artikel aus der NZZ (zum Artikel). 

Clichés

Gedanken aus einem Gespräch mit einem (aufgeschlossenen) Arbeitskollegen (männlich): Es gebe doch Unterschiede zwischen Männlein und Weiblein. Dies werde in der aktuellen Debatte zu wenig berücksichtigt. Ich bezweifle, dass dies den progressiven, feministischen Frauen unter uns nicht aufgefallen wäre. Dennoch plädiere ich immer noch dafür, dass die typisch weiblichen Themen weniger honoriert werden als die typisch männlichen. Stichwort Pflegeberufe versus technische Berufe. Von der freiwilligen Pflege (und somit Gratisarbeit) von Familienangehörigen will ich schon gar nicht reden. Dazu aber ein lustiger Text von der Slam Poetin Sandra Küenzi Gegen Pfeutis Pflege-Pläne. Eigentlich bin ich es ja leid, über dieses Thema zu diskutieren und zu schreiben. Auch bezweifle ich nicht, dass in den letzten Jahrzehnten Fortschritte in dieser Hinsicht erzielt wurden. Dennoch verrichten Frauen oft wie selbstverständlich Arbeiten, für die ein Mann entlohnt würde oder dies zumindest fordert. Auch hier in etwas überspitzter Form Sandra Küenzis Worte: Für mehr Primar-Männer.

Chaque deuxième homme est une femme

Und so fordere ich dass die Wörter „herrlich“ und „dämlich“ durch das Vokabular „paradiesisch“ und „zu doof“ ersetzt werden, respektive diese beiden, unter anderen Wörtern in starker Form zensuriert, aus dem Duden geworfen und aus der Gesellschaft verbannt werden.

Mehr mag ich im Moment nicht mehr darüber reden. Im Hoffen, dass die der 14. Juni 2019 den Auftakt zu einer starken Frauenbewegung ist, gehe ich als Frau gestärkt, voller Zuversicht und mit Kampfgeist in die Zukunft. Mit hunderttausenden von Männern und Frauen, denn ich bin überzeugt, dass gleichberechtigtes Miteinander auf Augenhöhe für alle von Vorteil wären.

Mehr Frauen an die Macht!

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