Aufruf zur Nationalen Klimademo

Ein kleines Mädchen hat es vorgemacht und tausende SchülerInnen & Lehrer sind ihr gefolgt. Wir möchten endlich sehen wie an einer Lösung gearbeitet wird. Deshalb werbe ich hier für die Nationale Klimademonstration Schweiz. Anlässe finden am 2. Februar 2019 in verschiedenen Schweizer Städten wie Zürich, Bern, Genf, etc. statt. Alle sind eingeladen.

Wer sich genauer informieren möchte, kann dies auf www.klimademo.ch/ tun. Ich werde in Zürich, beim Helvetiaplatz mitlaufen.

5 Gedanken zu „Aufruf zur Nationalen Klimademo

  1. Hallo,

    in Europa (Brutlandbericht) wird ja mit sogenannter „Softer Regulation“ versucht Nachhaltigkeit (sozial, ökologisch und ökonomisch) durch Eigeninitative zu lösen, während nur die Extreme bisher reguliert werden (z. B. der Energiesektor). Deswegen durfte ich an der Uni ein Optimierungsmodell für nachhaltige Produktentwicklung erarbeiten. Dieses Modell lässt sich auf Kaufentscheidungen ummüntzen. Die Optimierung kann ganz einfach mit Gegenständen nachvollzogen werden. Hier finden Sie die Anleitung.

    Weiterhin kann das Modell auch in Algorithmen genutyt werden, sodass online Einkaufsportale, wie z. B. OptEcoBuy entstehen könnten. Das liese sich bis hin zu Smartphone-Apps in Einkaufsläden ausbauen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    M. Schulz.

  2. Gegen den Klimawandel zu demonstrieren empfinde ich als ambivalente Sache.
    Der Klimawandel ist das Produkt der ökonomischen und sozialen Lebensumstände die der Kapitalismus in seiner finalen Endphase hervorbringt.
    Es werden Produkte produziert, um wegzuwerfen. Damit die der Akkumulationsprozess aufrechterhalten werden kann, muss ohne Unterbruch produziert, gekauft und weggeworfen werden.
    Die Natur wird zerstört. Die Schweiz ist bald zubetoinert. Was zur Folge hat, dass man sich in der Flieger setzen muss, um an Orte mit intakter Natur und bezahlbaren Preisen zu gelangen. Damit die Wirtschaft am Laufen bleibt, respektive Profite für die Reichen generiert werden können, muss ohne unterbrechungslos gebaut und betoniert werden. Egal ob Tag, Nacht, Sonntag oder Feiertag die Arbeit der Bau ruht nie.
    Der Klimawandel ist ein Symptom, dem der neoliberale Kapitalismus als Ursache zugrunde liegt.
    Natürlich ist es richtig den eigenen Konsum den sozialen und natürlichen Begebenheiten anzupassen.
    Dem der Verweis auf die das eigene Konsumverhalten liegt ein stillschweigendes Einverständnis mit herrschenden Begebenheiten zugrunde.
    Die kapitalistischen Verhältnisse sind unveränderlich und gottgegeben. Sie dürfen weder in infragegestellt noch verändert werden. Es obliegt dem einzelnen Individuum zu handeln. Kann der Klimawandel nicht gestoppt werden, hat der einzelne Mensch und nicht das System versagt.
    Wer den Klimawandel stoppen will, der muss den Kapitalismus zur Vergangenheit machen. Eigentlich sollten wir gegen den ursächlichen Kapitalismus und nicht gegen seine Symptome demonstrieren gehen.
    Entweder endet die Menschheit oder der Kapitalismus im Museum. Wir haben es in der Hand es zu entscheiden.

    1. Lieber Kaj,

      Ich gebe dir in diesen Belangen recht. Und trotzdem ist es doch nötig, die Leute, die diese Zusammenhänge nicht sehen, darauf aufmerksam zu machen. Es wird zwar das Wort vom OK der Nationalen Klimademo offiziell an die Politik gerichtet, trotzdem bin ich davon überzogen, dass sich viele irgendwann, auch ohne Politik, selber versuchen an der Nase zu nehmen. Auch ein Eindämmen des Konsums, kann den Kapitalismus stoppen, oder zumindest eindämmen.

    2. Hallo Kaj,

      der Kapitalismus hat über verschiedene Kanäle Einfluss auf Menschen und deren Kultur: 1. Konsumenten werden zu Konsum getrieben mit Kopplung von Produkten an Werte (Werbung), 2. Konkurenz in Unternehmen läuft gegen Gemeinschaftlichkeit gerichtet, also Reife und 3. Vermögensbildung wird als erfolgreich bezeichnet, wenn sie viel abwirft.

      An diesen Stellen greifen unterschiedliche Konzepte an: 1. Aufklärung und Bildung von Konsumenten, 2. Persönlichkeitsentwicklungs trainings und 3. sinnorientiertes Investieren.

      Es ist also nicht der Kapitalismus schlecht, sondern die Menschen, die im Kapitalismus agieren lassen sich verleiten und es mangelt an Transparenz.

      Gruß,
      Marius.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.