Wir sind, was wir haben?! Konsumgesellschaft

An den verschiedenen Ausverkaufstagen, Singles Day, Cyber Monday und der bekannteste unter ihnen, Black Friday, überkommt mir der Eindruck, nochmehr als sonst, wir Menschen definieren uns über Dinge. Wir sind eine Konsumgesellschaft.

Konsum macht Glücklich

Konsum (hier ist überflüssiger Konsum gemeint.) macht tatsächlich glücklich, allerdings nur kurzfristig. Denn beim Kauf eines Produktes wird Dopamin ausgeschüttet. Dieses Glückshormon wird aber nach einer gewissen Zeit wieder abgebaut und soll sobald als möglich wieder zur Verfügung stehen. Es dient als Belohnungsinstrument des Hirns. Das Hirn schüttet es ebenfalls aus bei anderen Momenten, wie z.B. sexuelle Aktivität, Sport oder Anerkennung. Für viele ist daher die Belohnung einfach, wenn sie shoppen gehen. Das es aber nicht dauerhaft glücklich macht, merken viele gar nicht. Dies denke zumindest ich. Anstelle sich Gedanken zu machen, wie sie ihr Glück finden, werden Sie durch Marketing getäuscht. (Dies erleben übrigens viele, selbst Personen, dessen dem Bewusst sind.) Wer aber mal über den Tellerrand blickt, erkennt was wir mit unserer Konsumgesellschaft auslöse.

Konsum kann Leid erzeugen

Wie oben schon angesprochen, wird hier der Begriff Konsum angewendet für übermässigen Konsum. Also Güter, die wir nicht benötigen um unser Leben zu bestreiten. Ich spreche hier auch nicht von Verzicht. Dieser Text wird ja auch mit dem Computer geschrieben und ich besitze auch ein Smartphone und fahre Auto. Meine Idee ist mehr, dass man nicht alle 2 Jahre ein neues Gerät kaufen muss, weil das alte nicht mehr aktuell ist. Es soll dann ausgetauscht werden, wenn es kaputt geht. Denn:

Sobald du ein Gerät kaufst und das alte ist noch funktionsfähig, werden wieder Ressourcen für das neue Gerät verbraucht (es könnte also viel Ausbeutung der Natur verhindert werden). Genau diese Ressourcen werden unter wiederlichen Bedinungen von Menschen, wie du und mir, abgebaut. Ebenfalls muss das Gerät nicht verschifft werden, was wieder dem Klimawandel zu Gute kommt.

Leider denken viele nur an sich und ihr Geld. Sprich: Wenn ich das kaufe, kostet es eh „nur“ soviel. Doch meiner Meinung steht der gesamte Preis des Artikels nie auf dem Etikett. Der Preis zahlt auch nicht der käufer sondern, alle die, welche in der Produktionskette ausgenutzt werden(z.B. Kinderarbeiter, billige Arbeitskräfte, die Natur). Ebenfalls nicht auf dem Preisschild beschriftet, steht der Preis für unsere Nachfahren, die mit dem Klimawandel (noch mehr als wir jetzt) zu kämpfen haben.

Nachhaltigkeit

Mein Tipp für eine (zumindest etwas) bessere Welt ist, dass auf Nachhaltigkeit und Fairness geachtet wird. Wenn ein Produkt vom Geld her teurer ist, als das nicht nachhaltige und unfair produzierte Pendant, dann ist der Preis im gesamten (ohne Kinderarbeiter, ohne billige Arbeitskräfte) vermutlich günstiger.

Wenn jetzt einer daher kommt, du kannst ja sowieso nichts machen, dann ist das einfach ein dekadentes Denken, denn: Geld regiert die Welt. Wer nun etwas weiter denkt kann den Satz noch ergänzen. Geld regiert die Welt, also entscheide du, wofür dein Geld eingesetzt wird. Wenn dann genug mitmachen, wird danach entschieden. Die Hoffnung stirbt nie und um gegen den Strom zu schwimmen braucht es bekanntlich mehr Kraft als mit dem Strom zu schwimmen.

 

Wie viele meiner Denkanstösse wird sehr einfach und in schwarz/weiss gedacht. Es gilt nicht nur das eine zu tun, sondern ein gesundes Mittelmass anzuwenden. Wenn ich nur Nachhaltig Leben würde, könnte ich viele Dinge nicht tun. Meine Devise lautet Verzicht. Beispielsweise beim Thema Fleisch: Ich verneige mich von Vegetarier oder Veganer, und mir ist bewusst, dass die Fleischproduktion einen sehr grossen Einfluss am Klimawandel hat. Dies heisst für mich nicht, dass ich komplett verzichte, sondern genussvoll, nachhaltig und vor allem weniger (vielleicht 2-3 Mal im Monat)Fleisch konsumiere.

Was denkst du darüber? Wie kann diese Konsumgesellschaft verändert werden?

Zum Schluss noch ein Youtube Filmchen. Ein etwas düsteres:

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